Intarsien in Ton / Keramikobjekte
- Beginn:
- 10. Apr. 2026
- Ende:
- 12. Apr. 2026
- Kurs-Nr.:
- 11-26
- Preis:
- 265,00 EUR pro Platz
- Dozent(in):
- Frau Renée Reichenbach
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- Dozent(in):
- Frau Renée Reichenbach
Beschreibung



Was Sie erwartet
Das Spezielle dieses Workshops besteht zunächst darin, dass zuallererst, noch bevor eine Form entsteht, die Farbigkeit entwickelt wird. Das geschieht, indem farbige Tone und Porzellane Intarsien gleich in die Oberfläche einer Tonplatte eingearbeitet werden. Diese ganz individuell farbig strukturierten Flächen sind aufregend und inspirierend zugleich. Wenn daraus dann plötzlich ein Körper, Zylinder, Kugel oder Quader, mit farbig strukturierter Haut entsteht, so ist das immer ein überraschender und beglückender Moment.
Im Verlauf des Workshops können sich aus ersten einfachen Formen zu gebrauchende Gefäße oder phantasievolle, unverwechselbare und individuelle Keramikobjekte entwickeln, Vasen können sich in Türme verwandeln, Behältnisse in Schreine, gebaute Schalen oder Tabletts in Landschaften.
Die formalen Übergänge vom Gefäß zum freien plastischen Objekt sind ganz und gar fließend und es sind sogar oft Assoziation zu Architekturformen naheliegend. So sind aus der Vorgeschichte kleine Tonhäuser überliefert, die als Urne verwendet wurden, also als Gefäß. Es gibt auch kleine tempelähnliche Objekte, plastische „Geräte“, die für den Hausgebrauch die Funktion des großen Tempels draußen übernahmen.
Was wird benötigt
Tücher, um Ton darauf auszurollen (Geschirrtücher), ein Nudelholz, eine kleine Gipsplatte (Untertassengröße genügt - nur für die Intarsien!), persönliche Werkzeuge, Plastikschüsseln, Schwämme, Sprühflaschen. Und falls vorhanden und gegebenenfalls zum Austauschen: Gipsformen (vorzugsweise zum Einformen von Kugeln oder Schalen) größere Gipsplatten, sowie Pappröhren verschiedener Durchmesser bis hin zum alten Ofenrohrformat.
Die Dozentin

Renée Reichenbach, 1956 geb. in Jena
1975 – 1982 Studium und Aspirantur an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung
Burg Giebichenstein Halle im Fachbereich Keramik bei Gertraud Möhwald und Martin Wetzel
Seit 1982 freiberuflich in Halle
Seit 1990 Symposien in Deutschland, der Tschech. Republik und Mazedonien
1997 Gastprofessur an der FH Koblenz, Institut für Künstlerische Keramik Höhr-Grenzhausen
Seit 1998 Workshops u.a.: Fachschule für Keramik, Höhr Grenzhausen; Staatl. Fachschule für
Keramikgestaltung, Landshut; Pontevedra (E)
1999 Aufnahme in die Académie de la Céramique, Genf 2001, 2006 Organisation
und Leitung des 2. und 4. Internationalen Keramiksymposiums im Künstlerhaus 188
in Halle 2006 Aufnahme in die Gruppe 83 2008 Artist in Residence, Seto International Ceramic
& Glass Art Exchange Program, JP 2009 Les Printemps des Potiers in Bandol, Forum public,
FR 2011/12 Lehrauftrag an der Hochschule für Kunst und Design,
Halle, Plastik/Keramik
stipendien und preise
1990 Arbeitsstipendium des Kulturfonds der DDR 1992/2008 Arbeitsstipendium des Landes Sachsen-Anhalt
1997 Bitterfelder Kunstpreis, Land Sachsen- Anhalt
2003 Stipendium ders Peter Siemssen Stiftung zur Förderung der Keramischen Kunst
2010 Hallescher Kunstpreis
personalausstellungen (auswahl)
1995 Frechen, Kleine Galerie im Keramion
1997 Höhr-Grenzhausen, Westerwaldmuseum
1998 Deventer (NL), Galerie Loes&Reinier
1999 München, Galerie b15
2004 Mönchengladbach,Galerie Barthels
2006 Berlin, Galerie Theis
2008 Seto (JP), Seto City Art Museum
ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
1994 Taipei (TW), International Exhibition of Ceramics
1996 Frechen, Keramion, „Bewegung“, Europäische Keramik
2000 Heidelberg, Galerie Marianne Heller, „Frauen in Europa“ Tokyo (JP) The National Museum of Modern Art, „Deutsche Keramik" 1900-2000 Geschichte und Positionen des Jahrhunderts.
2002/03 Museo Nacional de Ceramica, Valencia„2culturas, un dialogo / 2Kulturen, ein Dialog“ Taipei (TW), Taipei County Yingko Ceramics Museum, “The art of teapots” 2006 Chicago(USA),
SOFA 2009 Les Printemps des Potiers, Bandol (FR) 2010 European Ceramic Context, Bornholm (DK)
2013 Internationale Handwerksmesse, Sonderschau "Meister der Moderne