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Hinweis Corona

Ab dem 18.05.2020 ist es uns erlaubt, wieder Kurse zu veranstalten.

Durch unsere großzügig gestalteten Räumlichkeiten, können wir alle gesetzlichen Vorgaben bzgl. Abstandsregeln usw. einhalten, sodass wir unsere Kurse guten Gewissens anbieten können. Es besteht auch die Möglichkeit, bei schönem Wetter, auf unserer großen Terasse mit Blick auf den See, zu arbeiten.

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Sie erhalten bei mehr als 2 Kursbuchungen/ Teilnehmer 5% auf die jeweils gebuchten Kurse innerhalb des laufenden Jahres.
Wenn Sie z.B. aktuell nur an ein oder zwei Kursen teilnehmen möchten, aber Mitte oder gegen Ende des Jahres noch weitere Kurse buchen,
erhalten Sie rückwirkend auf alle Kurse 5 % Rabatt. Diese werden dann bei der letzten Kursgebühr im Jahr verrechnet.

Sollte ein gebuchter Kurs von unserer Seite abgesagt werden, zählt dieser trotzdem.

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Ermäßigte Kursgebühren gewähren wir Vereinsmitgliedern, Schülern und Studenten.

 

Falls in der Beschreibung nicht anders angegeben, gelten folgende Arbeitszeiten mit Dozent*innen:

Mehrtägige Kurse: Täglich von 9.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr
Eintägige Kurse:   9.00  - 17.00 Uhr mit kleiner Mittagspause

Ausserhalb dieser Zeiten stehen Ihnen unsere Ateliers während der Kurse zur freien Verfügung!

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Japanische Teekultur....chawan

Beginn:
20. Mai 2020
Ende:
24. Mai 2020
zuletzt aktualisiert:
22. Apr 2020
Kurs-Nr.:
22-20 fällt aus
Preis:
425,00 EUR
Ort:
Hans Pillen
Plätze:
10
Dozent(in):

Beschreibung

Cha no yu

 

Sen no Rikyu, der berühmtester japanischer Teemeister, lebte im 16-ten Jahrhundert. Er war Teemeister am Hof des Generals Toyotomi Hideyoshi. Sen no Rikyu hatte einen außergewöhnlichen Sinn für Schönheit. Er definierte den Begriff Wabi Cha (Tee des stillen Geschmacks) der für Einfachheit, Bäuerlichkeit und andere bescheidene Eigenschaften in der Teezeremonie steht. Rikyu instruierte dementsprechend den Dachziegelmacher Chōjirō eine neue Art Teeschalen herzustellen, die heute als RAKU bekannt sind.

Raku Chawan werden mit der Hand hergestellt. Viele japanischer Keramiker sind der Meinung, dass das Schöpfen eines Chawans das Schwierigste ist was es gibt für einen Keramiker. Um mehr Kenntnis von Chawan zu bekommen, ist es sehr nützlich, die japanische Teezeremonie zu studieren. Ein Nachfolger von Sen no Rikyu, das ehemalige Oberhaupt der Urasenke Teeschule Dr. Soshitsu Sen XV, hat sich sehr bemüht die japanische Teezeremonie weltweit bekannt zu machen. Momentan ist es fast überall auf der Welt möglich, die japanische Teezeremonie zu studieren.

 

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Was Sie erwartet

In diesem Kurs bringt Ihnen der Dozent die Geschichte der Japanischen Teezeremonie näher und wird zur Einstimmung am ersten Tag eine Teezeremonie mit allen Teilnehmer*innen durchführen, ebenso am letzten Kurstag als Abschluß. Sie erlernen die Herstellung der Chawan (jap. 茶碗), einer traditionellen Teeschale. Sie ist eine der wichtigsten Utensielien in der Teezeremonie. Bei einer solchen Zeremonie wird auch ein Chashaku* benötigt und meist ein Wagashi** dazu gereicht, deren Herstellung Sie ebenfalls während des Kurses erlernen. Die Teeschalen werden noch während des Kurses gebrannt. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, einen eigenen kleinen (30 x 34 x 40 cm) Holzkohle- Ofen zu bauen und mit nach Hause zu nehmen.

 

Prototype1

 

 

*Chashaku ist die Bezeichnung für einen feinen Bambuslöffel, der bei einer japanischen Teezeremonie verwendet wird.

Chashaku1

 

 

**Ursprünglich war Wagashi ein Nachtisch. Der in einer japanischen Teezeremonie (Matcha) verwendete Tee schmeckt etwas bitter, daher wird heutzutage Wagashi vor dem Trinken des Tees gegessen.

Mai Wagashi

 

Was wird benötigt

Materialliste:
Ränderscheibe, eigenes Werkzeug, 3 Brettchen, Folien, Verpackungsmaterial,
bevorzugte Glasuren bis 1020°c

Ein Ofen- Bausatz wird für jeden Teilnehmer zur Verfügung gestellt ( Kosten 225 €, inkl. Thermoelement und Thermometer).
Den Ton bringt der Dozent mit und rechnet vor Ort ab.

 

 

Der Dozent

 

Hans1

 

 

Hans Pillen, geb. 1951, lebt in Zoetermeer (NL)
Als Zehnjähriger ging ich mit den Pfadfindern im Sommercamp zu einem Ort, an dem man den Lehm aus dem Boden holen konnte. Alle waren erstaunt, was ich daraus machte. Während meiner sekundären Berufsausbildung kam ich zum ersten Mal mit Japan in Kontakt. Als Azubi entwarf ich Häuser für Sekisui Systembau in Köln. Nach meinem Dienst als Militär wollte ich wieder für Sekisui arbeiten, aber es stellte sich heraus, dass das Unternehmen seine Aktivitäten in Europa einstellte.

Ich habe mich entschlossen, weiter zu studieren und auch wieder Zeit für mein "Ton" Hobby frei zu machen. In 1976 habe ich meine ehemaligen Kollegen in Japan besucht. Nachdem ich dort an eine Teezeremonie teilgenommen hatte, wusste ich, was tun: Chawan machen!

Bis 1999 habe ich dabei die Drehtechnik angewendet. Nachdem ich mit Unterricht in der Urasenke-Teezeremonie bei Herman Soshu Somsen in Amsterdam begonnen hatte, habe ich angefangen, von Hand aufzubauen. Durch das Studieren der traditionellen japanischen Art Tee zuzubereiten, lernte ich viel über den Chawan. Dass der Teemeister bestimmt, was die Vorderseite der Chawan ist, die dem Gast zugewandt wird, wo sich dann der Trinkplatz befindet, dass er nicht zu schwer und im Gleichgewicht sein soll, bis zu dem Wert, dass der Klang der Schüssel auch wichtig ist.

Heute kann ich sagen, dass es typisch für Hans ist, in der Nähe des ursprünglichen Raku zu bleiben. Ich bin völlig fasziniert und inspiriert von Raku Chôjirô (? - 1589). Er stellte einfache Keramik mit einem verwitterten, patinierten Aussehen her: Raku. Chôjirô war der Töpfer von Sen no Rikyū, dem Begründer des bekannten japanischen Wabi-Cha-Stils, bei dem es um Einfachheit geht.

Die letzten Jahre habe ich auch gelernt Chashaku und Wagashi zu machen. Ich habe dazu mehrere Workshops in Japan gemacht. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt als mein japanischer Chashaku Lehrer, Miyaha Shoho, mir den Künstlername RanPo (蘭芳) gegeben hat.


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