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Japanische Teekultur....chawan

Beginn:
14. Jul 2021
Ende:
18. Jul 2021
zuletzt aktualisiert:
16. Nov 2020
Kurs-Nr.:
35-21
Preis:
425,00 EUR
Ort:
Hans Pillen
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Plätze:
10
Dozent(in):

Beschreibung

Cha no yu

 

Sen no Rikyu, der berühmtester japanischer Teemeister, lebte im 16-ten Jahrhundert. Er war Teemeister am Hof des Generals Toyotomi Hideyoshi. Sen no Rikyu hatte einen außergewöhnlichen Sinn für Schönheit. Er definierte den Begriff Wabi Cha (Tee des stillen Geschmacks) der für Einfachheit, Bäuerlichkeit und andere bescheidene Eigenschaften in der Teezeremonie steht. Rikyu instruierte dementsprechend den Dachziegelmacher Chōjirō eine neue Art Teeschalen herzustellen, die heute als RAKU bekannt sind.

Raku Chawan werden mit der Hand hergestellt. Viele japanischer Keramiker sind der Meinung, dass das Schöpfen eines Chawans das Schwierigste ist was es gibt für einen Keramiker. Um mehr Kenntnis von Chawan zu bekommen, ist es sehr nützlich, die japanische Teezeremonie zu studieren. Ein Nachfolger von Sen no Rikyu, das ehemalige Oberhaupt der Urasenke Teeschule Dr. Soshitsu Sen XV, hat sich sehr bemüht die japanische Teezeremonie weltweit bekannt zu machen. Momentan ist es fast überall auf der Welt möglich, die japanische Teezeremonie zu studieren.

 

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Alle Generationen von Raku haben hauptsächlich rote und schwarze Chawan hergestellt. 
Die roten Schalen sind für Usucha (dünner Tee) und die schwarzen für Koicha (dicker Tee). 

 

Was Sie erwartet

In diesem Kurs bringt Ihnen der Dozent die Geschichte der Japanischen Teezeremonie näher und es wird zur Einstimmung am ersten Tag eine Teezeremonie mit allen Teilnehmer*innen durchgeführt, ebenso am letzten Kurstag als Abschluß.
Sie erlernen die Herstellung der Chawan (jap. 茶碗), einer traditionellen Teeschale. Der Aufbau erfolgt in Originaltechnik der Raku- Familie aus Kyoto. Sie ist eine der wichtigsten Utensilien in der Teezeremonie.

Bei einer solchen Zeremonie wird auch ein Chashaku* benötigt und eine Süßigkeit (zum Beispiel Wagashi)** dazu gereicht, deren Herstellung Sie ebenfalls während des Kurses praktisch erlernen.

Während des Workshops wird der Dozent noch einen kurzen Vortrag, mit Beamer-show, über den Bau des Raku-Ofen halten.

RAKU Ofen Pillen

 

 

*Chashaku ist die Bezeichnung für einen feinen Bambuslöffel, der bei einer japanischen Teezeremonie verwendet wird.

Chashaku1

 

 

 

**Ursprünglich war Wagashi ein Nachtisch. Der in einer japanischen Teezeremonie verwendete Tee (Matcha) schmeckt etwas bitter, daher wird heutzutage Wagashi vor dem Trinken des Tees gegessen.

Mai Wagashi

 

Was wird benötigt

Materialliste:
Ränderscheibe, eigenes Werkzeug, 3 Brettchen, Folien, Verpackungsmaterial,

Den Ton sowie 2 spezielle Glasuren bringt der Dozent mit und rechnet vor Ort ab.
Kosten pro TN 15 €

 

Der Dozent

 

Hans1

 

 

Hans Pillen, geb. 1951, lebt in Zoetermeer (NL)
Als Zehnjähriger ging ich mit den Pfadfindern im Sommercamp zu einem Ort, an dem man den Lehm aus dem Boden holen konnte. Alle waren erstaunt, was ich daraus machte. Während meiner sekundären Berufsausbildung kam ich zum ersten Mal mit Japan in Kontakt. Als Azubi entwarf ich Häuser für Sekisui Systembau in Köln. Nach meinem Dienst als Militär wollte ich wieder für Sekisui arbeiten, aber es stellte sich heraus, dass das Unternehmen seine Aktivitäten in Europa einstellte.

Ich habe mich entschlossen, weiter zu studieren und auch wieder Zeit für mein "Ton" Hobby frei zu machen. In 1976 habe ich meine ehemaligen Kollegen in Japan besucht. Nachdem ich dort an eine Teezeremonie teilgenommen hatte, wusste ich, was tun: Chawan machen!

Bis 1999 habe ich dabei die Drehtechnik angewendet. Nachdem ich mit Unterricht in der Urasenke-Teezeremonie bei Herman Soshu Somsen in Amsterdam begonnen hatte, habe ich angefangen, von Hand aufzubauen. Durch das Studieren der traditionellen japanischen Art Tee zuzubereiten, lernte ich viel über den Chawan. Dass der Teemeister bestimmt, was die Vorderseite der Chawan ist, die dem Gast zugewandt wird, wo sich dann der Trinkplatz befindet, dass er nicht zu schwer und im Gleichgewicht sein soll, bis zu dem Wert, dass der Klang der Schüssel auch wichtig ist.

Heute kann ich sagen, dass es typisch für Hans ist, in der Nähe des ursprünglichen Raku zu bleiben. Ich bin völlig fasziniert und inspiriert von Raku Chôjirô (? - 1589). Er stellte einfache Keramik mit einem verwitterten, patinierten Aussehen her: Raku. Chôjirô war der Töpfer von Sen no Rikyū, dem Begründer des bekannten japanischen Wabi-Cha-Stils, bei dem es um Einfachheit geht.

Die letzten Jahre habe ich auch gelernt Chashaku und Wagashi zu machen. Ich habe dazu mehrere Workshops in Japan gemacht. Ich habe mich sehr geehrt gefühlt als mein japanischer Chashaku Lehrer, Miyaha Shoho, mir den Künstlername RanPo (蘭芳) gegeben hat.


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