2019 Rückblick – Ausblick

066 EiK 40 Jahre
Kartendesign: Christoph M Frisch 2019

 

2019 war in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Vorbereitung.Natürlich haben wir in der Mühle wieder ein interessantes Programm zusammen- und über das Jahr vorgestellt. Es gab neue Kooperationen, regionale Perspektiven und interessante Einzelschauen.

 

Das Jahr stand ganz im Jubiläum „40 Jahre Bostalsee“, dem sowohl eine Ausstellung, ein Zeitzeugengespräch sowie eine Buchvorstellung gewidmet wurden. Aber auch das inklusive Projekt „SEE-ZEIT“ und die Gemeinschaftsausstellung „osmoSee“ des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Saar nahmen sich den See zum Thema. Der BBK Saar wird zukünftig regelmäßig vor Ort agieren. So gibt es nun eine Kooperation mit dem Verein Kunstzentrum Bosener Mühle und dem BBK-Saar, der diesem Platz und Raum anbietet, eigene Ausstellungen und Projekte, einmal im Jahr am Bostalsee zu entwickeln und in einer Schau zu präsentieren.

 

In Zusammenarbeit mit dem Projekt „HAUTNAH“ des Fotografen Werner Richner, stellten wir zehn saarländische Künstlerinnen vor, die in ihrer Zusammenstellung einen Einblick in das Schaffen der hiesigen Kunstszene ermöglichte.

 

Auch die Einzelschauen sind eine Erwähnung wert. DUZA brachte einen spannenden Beitrag durch ihre Ausstellung zum Thema „Weiblichkeit“ in unseren Ausstellungsreigen. Mit dem verstorbenen Fotografen Hans-Peter Hewer, dem wir erstmals überhaupt eine Einzelausstellung zusammenstellen durften, wurde ein wichtiger Beitrag hinsichtlich des Kunstschaffens in unserer Region eingebracht. Nicht nur für uns, sondern auch für viele Besucher war gerade diese Ausstellung, gefördert durch die Stiftung Kulturbesitz Kreis St. Wendel, eine Entdeckung. Und man darf gespannt sein, was die Region zukünftig diesbezüglich noch an Überraschungen bereit hält. Nach DUZA hatten wir mit der Plastikerin Sigrid Caspar eine weitere One-Woman-Show. Letztere, Teil des Vorstandes und der Aktiven im Kunstzentrum, hat auch schon einen Beitrag im Areal des zukünftigen Kulturgarten am Bostalsee geleistet. (Mehr dazu weiter unten.) Mit den Plastikerin Margit Bauer, der Malerin Anneliese Maaß sowie dem Maler Roland Schmitt, gab es weitere Ausstellungen von Kunstschaffenden, die erstmals am Bostalsee vorgestellt wurden. Alle diese Ausstellungen und weitere Veranstaltungen sind dauerhaft in unserem Archiv dokumentiert und können dort nachverfolgt werden.

 

 

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Vernissage des BBK-Saar Projekt osmoSee  Foto: Carmen Becker

 

Das Kunstzentrum Bosener Mühle ist nicht nur das kulturelle Schaufenster des Kreises St. Wendel am Bostalsee. Für viele Initiativen ist dieses ein Netzwerkknoten für Projekte die Region betreffend. In unserem Kunst + Kultur Café gibt es schon seit einigen Jahren ein Schaufenster, in dem man eine Auswahl kulturrelevanter Institutionen und Orte des Kreises visualisiert hat. Daneben und dies ist nicht weniger bedeutend, findet sich dort ein ungewöhnlicher Blick auf 2500 Jahre Kulturgeschichte des Sankt Wendeler Landes mit der „Erzählung Europa“.

 

Vorbereitungen sind nun vor Ort im Gange, einen Kulturgarten am Bostalsee zu installieren. Dieser soll nach und nach mit Inselinstallationen, die Geschichte und Natur der Region thematisieren sowie mit Kunstobjekten gefüllt werden. Dies wird ein Projekt, das dem Kunstzentrum als außerschulischem Lernort weitere Optionen-, dem Bostalsee und der Region, einen attraktiven Ort mit Alleinstellungsmerkmalen zuweist.

 

Schon jetzt wird das Areal ein wenig genutzt. Der Künstler Martin Steinert sowie die Künstlerin Sigrid Caspar haben dort im Rahmen des Projektes „Die Straße der Skulpturen – Reloaded“ Plastiken installiert. Während das Werks Steinerts irgendwann zerfallen wird, so ist es auch konzipiert, sollten die Plastiken Sigrid Caspars dauerhaft vor Ort zu sehen sein.

 

 

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Zeitzeugengespräch mit dem ehemaligen Bürgermeister von Nohfelden Hermann Scheid
Foto: Margit Brun

 

Das Projekt „Kunst – Leben“ hat mit dem Kunstzentrum Bosener Mühle e. V. und der Gemeinschaftsschule Türkismühle Projektpartner dauerhaft zusammengeführt. Auch diese Partnerschaft wird vor Ort sicherlich so manche Spur hinterlassen.


So sind wir bei den Planungen für 2020 vor allem in Projektentwicklungen betraut, die mit unseren Partnern zusammen durchgeführt werden. Wir werden die Schülerinnen und Schüler von der Gemeinschaftsschule Türkismühle, aber sicherlich auch weiteren Schulen des Kreises, vor Ort begrüßen. Die Künstler des BBK-Saar entwickeln, in Vorgabe eines Gedichts von Johannes Kühn, eine Ausstellung. Der multimedial agierende Schriftsteller Norman Liebold bekommt eine Einzelschau und auch das 2016 stattgefundenen Projekt „Rötelreich“ wird im Kontext weiter entwickelt, nun mit dem Titel „Heimat – Erde“. Zum Thema Fairtrade ist eine Ausstellung in der Planung, die mit einer Aktionswoche für die Schulen, auch zum Mitmachen auffordert. Die Schau „Best off ...“ stellt im Sommer Arbeiten von unseren Kursteilnehmer*Innen vor und zum Abschluss des Jahres werden wieder junge Erwachsene und Schüler, aus den Schulen des Kreises, an ihren inklusiven Workshopwochenenden, eine eigene Ausstellung gestalten.

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