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Jahresrückblick 2017

 

Wir sehen rückschauend auf 2017 ein bewegtes Jahr zu Ende gehen. Projekte, Ausstellungen, Organisation und Verwaltung, es gab einiges zu bewältigen. Beginnend mit einem existenziellen Diskurs innerhalb des Vereins und seiner dort vertretenden Künstlerschaft, galt es zunächst den seit 2012 eingeschlagenen Weg zu sichern. In der Konsequenz musste der Vorstand neu gewählt werden. Personell dünnte sich die Ebene der Akteure aus. Nicht unbedingt das, was man zum Jahresbeginn als motivationsfördernd bezeichnen möchte.

 

 

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Der Vorstand des KBM.

 

 

Die Aufgabe die wir uns für dieses Jahr stellten, betraf die Ertüchtigung unseres Workshop und Kursprogrammes. Das Kunstzentrum als ein interessanter Anbieter im Bereich Keramik für kreative Freizeitgestaltung. Hier können wir traditionell punkten. Equipment (Öfen), Ateliers, Unterbringung in eigenen Apartments und die Verortung am See, machen den Unterschied zu ähnlichen Anbietern in unserer Großregion. Allein, das Angebot muss einem passenden Publikum präsentiert werden. Und hier haben wir in 2017 richtig geschuftet. Eine für das KBM einmalige Kampagne wurde gestemmt. Im Zentrum stand das Keramiksymposium „Feuer + Erde“, das unser Kernprogramm mit international agierenden Künstlerinnen und Künstlern einem Fachpublikum nahe brachte. Im Vorfeld veröffentlichten wir in Fachblättern und sozialen Medien unsere Botschaften in einer groß angelegte Werbekampagne.

 

 

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Koksbrand während des Keramiksymposiums.

 

 

Profitiert haben davon auch die Sparten außerhalb unseres keramischen Programms wie z.B. Grafik und Malerei. Mit einer gezielten Social Marketing Kampagne konnten wir die Zugriffszahlen auf unsere Website und dort auf unser Kursangebot mehr als verdoppeln. Ein Fakt der die wirtschaftlichen Belange des KBM unmittelbar beflügelte. 2017 war nach Umsatzergebnis das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Vereins. Und natürlich wollen und dürfen wir uns darauf nicht ausruhen.

 

 

 

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Link zum Projekt

Für 2018 sind wieder aufwendige Projekte in der Pipline. In Kooperation mit dem Museum St. Wendel habe ich im Frühjahr den Anstoß gegeben ein Projekt zu starten, welches „Die Straße der Skulpturen“ mit Aktionen und Ausstellungen thematisiert. Zahlreiche saarländische Künstlerinnen und Künstler sind inzwischen engagiert. Sie entwickeln Projektideen für Kurse und Workshops, die mit Schülern aus den Schulen des Kreises umgesetzt werden. In dieses Projekt ist der Verein „Die Straße des Friedens e.V.“, das KuLanI Kulturprogramm „steinreich“, das Kultusministerium, der Landkreis St. Wendel, die HBK-Saar sowie eine beachtliche Reihe an Sponsoren involviert.

 

 

 

Ein weiteres Projekt, das in Kooperation mit der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit), dem Kunstzentrum, der Faire Trade Initiative des Landkreises, dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) sowie dem Bildungsnetzwerk Sankt Wendeler Land z. Z. entsteht, wird im Mai des kommenden Jahres gestartet. „Was is(s)t die Welt?“

 

 

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Plastiken von Sigrid Caspar

 

Natürlich gab es in 2017 auch die eine oder andere erwähnenswerte Ausstellung. Gerne erinnere ich an die wunderbaren Arbeiten des Fotografen Stanislaw Chomicki oder die Werkschau von Sigrid Caspar. In unserem Archiv sind diese, wie auch alle anderen unserer Ausstellungen dauerhaft dokumentiert und können dort eingesehen werden.

 

 

 

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Margit Bruhn

 

Dass die Bosener Mühle ein geschichtsträchtiger Ort ist, hat unser Mitglied Margit Bruhn in Bildern und Schriftzeugnissen zusammengetragen. Daraus resultierend gibt es jetzt ein „Historienschild“ auf unserem Areal, das diese Geschichte unseren Gästen veranschaulicht. Die Fleißarbeit von Frau Bruhn, lässt sich jedoch auf einem Schild allein nicht unterbringen. So werden wir im kommenden Jahr auf unserer Website der Geschichte der Mühle eine eigene Seite einrichten.

 

 

 

Und wenn wir schon bei Schildern sind, mit Unterstützung, des aus europäischen Mitteln geförderten „Leader“ Programms, innerhalb des Kulturprogramms „steinreich“, war es uns möglich 2016 und 2017, die Beschilderung auf den Zufahrten neu zu gestalten. In diesem Jahr konnten wir so, mit einem großen dreiteiligen Schild, auf unsere Ateliers aufmerksam machen und das Wirken dort visualisieren. Ein nicht ganz unbedeutender Umstand, kreuzen doch viele tausend Menschen im Laufe eines Jahres über den Seerundwanderweg unser Areal.

 

 

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Die Atelierbeschilderung

 

 

 

Die Investitionen seit 2012 vor Ort sind schon beachtlich. Die Lichtanlage und die Neugestaltung des Areals 2014 inklusive der Bildhauerhütte, das Kulturfenster mit dem „Kunst und Kultur Café“ 2015, die Neubeschilderung 2016 – 17. Und wir arbeiten an weiteren Entwicklungen die die Mühle als Ausstellungs- und Kursort in Funktion hält. Dies ist dann Thema für den nächsten Jahresrück – und Überblick.

 

 

 

Für heute sage ich Danke unseren Mitarbeitern, Vereinsmitgliedern, Dozenten und allen die uns Unterstützt haben. Bei den Gästen und Teilnehmern, den Betreiberinnen des Cafés. Ein besonderer Dank gilt unserem Landrat Udo Recktenwald und vielen seinen Mitarbeitern. Werner Feldkamp von der KulturLandschaftsinitiative St. Wendeler Land (KuLanI) und seinem Team sowie Bürgermeister Andreas Veith von der uns unterstützenden Gemeinde Nohfelden. Ein besonderer Dank gilt dem in diesem Jahr aus seinem Amt ausgeschiedenen Kulturdezernenten Harry Hauch. Sein Anteil am Erfolg dieses Projekts verlief im Stillen, jenseits des öffentlichen Fokus. Aber er war bedeutend und mehr als hilfreich.

 

 

 

Christoph M Frisch
1. Vorsitzender des Kunstzentrum Bosener Mühle e. V.